Ausstellungen

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Ausstellungen in Neukölln

Kunstverein Neukölln

INSELN
Dana Engfer · Max Sudhues

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5. Mai 2018 bis 17. Juni 2018
Vernissage: Freitag, 4. Mai 2018, 19.30 Uhr
Finissage: Sonntag, 17. Juni 2018, 19.30 Uhr

Inseln stehen nicht nur für eine bestimmte Topographie und Erscheinung der Natur, sondern sind Metapher für Themen, die unser Denken und Handeln kennzeichnen und bestimmen. Das in einjähriger Arbeit gemeinschaftlich umgestaltete Buch „Atlas der abgelegenen Inseln“ von Judith Schalansky ist Ausgangspunkt der künstlerischen Zusammenarbeit von Dana Engfer und Max Sudhues. Es eröffnet den Rahmen, um die Räume des Kunstvereins ebenso zu einer Insel werden zu lassen. Die multimedial arbeitenden Künstler*innen setzen ihre vielfältigen Ausdrucksweisen ein, um mit gemeinschaftlichen, für den Ort geschaffenen Collagen und eigenen, bereits bestehenden Arbeiten eine Installation zu erzeugen. Fotoarbeiten, Lichtprojektionen, Zeichnungen und dokumentarische sowie persönliche Archive verdichten sich zu einer begehbaren Landschaft. Eine Topographie, in der sich die Künstler*innen zwischen Kommunikation und Konfrontation bewegen.

Spurensicherung und die Auseinandersetzung mit Geschichte sowie der eigenen persönlichen und familiären Vergangenheit sind in Dana Engfers künstlerischer Arbeit zentrale Themen. Die Umsetzung erfolgt meistens in Verbindung mit dem Aufsuchen und Erforschen eines ihr unbekannten Ortes oder mit Recherchen in Antiquariaten. Bei der Ausführung eines Projektes arbeitet sie intuitiv und verbindet Erinnerung und Fiktion mit Dokumentarischem. So entstehen neue, poetische Bildwelten, die fragmentarisch entzifferbar sind. Die Künstlerin geht dabei der Frage nach, wie man persönliche Erinnerungen festhalten und in eine vielschichtige Lesbarkeit transformieren kann.

In der Tradition der Collage entwirft Max Sudhues bewegte Bildwelten, die, obwohl kein Mensch anwesend ist, doch immer auf ihn, sein Handeln und seine Maßstäbe im Spannungsfeld zwischen Emotion, Technik, Architektur und Natur verweisen. Sudhues arbeitet mit dem Alltag, der uns scheinbar vertraut erscheint, und dem, was er auf den zweiten Blick an Situationen, Untiefen, Abgründen aber auch an (oft dunkler) Schönheit bereithält. Anstatt sich von dieser Fremdartigkeit abzukehren, transformiert er sie in Bilder, die man manchmal auch begehen kann. Es öffnen sich durch diese Transformationen neue Bild-Räume, denen sich die Betrachtenden vorsichtig nähern und in die sie eintreten können, um sich – wenn erwünscht – selbst in ihnen neu zu verorten.

Koordiniert von Kristina Berning und Susann Kramer

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Galerie im Körnerpark

Anke Becker – Anonyme Zeichner

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14. Juli – 19. September 2018
Vernissage: Freitag, 13. Juli 2018, 18 Uhr

Die neue Ausgabe von Anonyme Zeichner lädt wieder dazu ein, sich mit den Urelementen der Zeichnung – Linie, Sujet, Farbgebung, Papierbeschaffenheit und Technik zu beschäftigen. Das von der Berliner Künstlerin Anke Becker 2006 ins Leben gerufene Projekt zeigt jeweils 600 Zeichnungen internationaler Künstlerinnen und Künstlern. So wurden in diesem Format, welches sich als eine Hommage an die Vielfältigkeit des Mediums Zeichnung versteht, bisher bereits über 9.000 Arbeiten gezeigt. Die Zeichnungen kommen durch einen Open Call zusammen, werden durch die Künstlerin zu einem kollektiven Gesamtkunstwerk zusammengefügt und anonym, also ohne Nennung von Urheberschaft und Titel, präsentiert. Dies wirft bei den Betrachtenden Fragen nach dem Urteil über und dem Wert von Kunst auf. Wie verändert sich das eigene Urteil, wenn man, unbeeinflusst von der Autorschaft, über ein Kunstwerk urteilt? Woran lässt sich die Qualität einer Zeichnung festmachen? Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst? Was ist die Identität des Zeichners? Die Anonymität der Zeichner*innen kann nur durch einen Kauf zum symbolischen Einheitspreis von 200 € aufgehoben werden.

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≡ Galerie im Saalbau

Helena Hernández – Crossing the Line

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24. März – 27. Mai 2018

Der schmale Grat, der die Realität vom Traum und das Tatsächliche vom Unmöglichen unterscheidet, ähnelt einer Grenze. Diese kann mit Wagnis aber auch mit Freude überschritten werden. Die Künstlerin Helena Hernández lässt sich in ihren Zeichnungen humorvoll auf dieses Spiel mit dem Offensichtlichen und dem Hintergründigen ein. Das Repertoire reicht von präzisen, naturalistisch anmutenden Tier- und Insektendarstellungen und deren Lebenswelten bis zu kuriosen Mischwesen, die in groteske Szenerien eingebettet sind. Zeichnungen auf langen Papierbahnen, verschmelzen mit surrealen plastischen Objekten und dringen in den Galerieraum ein. Ein verbindendes Element sind die schwarzen Konturlinien, die die Wesenszüge der Protagonist*innen umreißen und das Innen und Außen voneinander scheiden.

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≡ Museum Neukölln

99 x Neukölln

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Die neue ständige Ausstellung des Museums Neukölln auf dem ehemaligen Gutshof Britz stellt 99 Originalobjekte der Sammlung ins Zentrum. Ausgehend von diesen dinglichen Zeitzeugen werden die Besucher sich grundlegende Aspekte der Geschichte und Gegenwart des Bezirks Neukölln erschließen können. Über Computerterminals erhalten sie umfassende Informationen zu den einzelnen Objekten und ihren jeweiligen sozial- und kultur-geschichtlichen Kontext. Eingebunden werden dabei Fotografien, Filme und Tondokumente. Eine große Bedeutung bei der medialen Vermittlung erhalten persönliche Erzählungen, die mit den Objekten verbunden sind. Spielerische Elemente wie ein Quiz zu jedem Objekt erhöhen den Unterhaltungswert der Präsentation.
Gutshof Britz, Alt-Britz 81, 12359 Berlin Tel. 627 277 727
E-Mail: info@museum-neukoelln.de, Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr

Nebeltage. 70 Jahre nach der Berliner Luftbrücke

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Ein Fotoprojekt von Dagmar Gester
Vernissage: Freitag, 19. Januar 2018 um 19 Uhr

20. Januar bis 15. April 2018

„Es ist der nebligste Winter seit achtzig Jahren […]. Die Luftbrücke tut ihr möglichstes,“ schreibt die Schriftstellerin Ruth Andreas-Friedrich 1948 in ihrem Tagebuch. Über ein Jahr lang versorgten Amerikaner und Briten die Berliner Westsektoren mit lebenswichtigen Gütern.
70 Jahre nach Beginn der Berliner Luftbrücke unternimmt die Fotografin und Journalistin
Dagmar Gester eine Bestandsaufnahme des geschichtsträchtigen Ortes am ehemaligen Tempelhofer Flugfeld.
Wechselnde Nutzungskonzepte haben hier ihre Spuren hinterlassen. Vergangenheit und
Gegenwart verschwimmen wie im Nebel. Dagmar Gester nutzt dieses Paradox für ihre Bilderchronik. Daraus entsteht ein persönlicher Blick auf einen der wichtigsten Erinnerungsorte des Kalten Krieges.

≡ Schloss Britz

Dauerausstellung – Die repräsentative Wohnkultur der Gründerzeit

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Die repräsentative Wohnkultur der Gründerzeit

Schloss Britz innen

Neukölln, Schloss Britz, Innenansicht, R.Linzke

Seit 1989 bietet Schloss Britz in fünf Räumen des linken Gebäudetraktes eine Dauerausstellung, die die Wohnkultur der Gründerzeit zeigt.
Den Besucherinnen und Besuchern vermitteln die originalen Möbel und Dekors anschaulich und lebendig das Wohn- und Lebensgefühl des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, montags Ruhetag, Eintritt: 3 Euro, erm. 2 Euro
Kinder bis 12 Jahre frei

Schloss Britz
Alt-Britz 73, 12359 Berlin, Tel: 030 6097923-0

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