Schloss Britz

Schloss Britz – Immer ein Besuch wert

Schloss Britz

Neukölln, Schloss Britz, R.Linzke

Das fast 300-jährige preußische Herrenhaus ist ein Juwel in der Berliner Schlösserlandschaft.
Das Gutshaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts an der Stelle eines mittelalterlichen Fachwerkhauses erbaut und war als Herrenhaus im Besitz hochrangiger preußischer Hofbeamter und Staatsminister.
Schloss Britz erhielt seine heutige Gestalt um 1880, als der damalige Besitzer die Fassade im Neorenaissance-Stil erneuern ließ und einen Turm hinzufügte. Der Park hinter dem Schloss wurde im Stil der Jahrhundertwende rekonstruiert.
Seine Blütezeit erlebte Schloss Britz unter Ewald Friedrich Graf von Hertzberg (1725-1795), der das Anwesen zur Hochblüte führte und es als Mustergut ökonomischer Landwirtschaft etablierte. 1971 wurde Schloss Britz unter Denkmalschutz gestellt.
Der Bezirk Neukölln restaurierte das Schloss von 1985 bis 1988 und rekonstruierte die dazugehörige Parkanlage.
Im Schloss befinden sich heute Museumsräume, in denen in einer Dauerausstellung die „repräsentative Wohnkultur der Gründerzeit“ gezeigt wird. Sonderausstellungen in enger Zusammenarbeit mit internationalen Museen, sowie Konzerte und Lesungen mit renommierten Künstlern bieten den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. In den Sommermonaten findet die Konzertreihe auf der Freilichtbühne auf dem Gutshof statt. Ein Schloss-Restaurant mit Terrasse lädt zum Verweilen ein.

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Schlosspark, Milchmädchen, R.Linzke

Gönnen Sie sich einen Spaziergang durch den 250-jährigen Gutspark. Wenn Sie ein hübsches Mädchen treffen, das traurig auf einen Stein sitzt und einen zerbrochenen Krug nachschaut, dann ist das »Milchmädchen« – eine Nachfertigung der Plastik aus dem Garten von Zarskoje Selo. Zarskoje Selo, heute auch unter dem Namen Puschkin benannt, ist zusammen mit Peterhof die schönste Zarenresidenz Russlands.

 

Gutshof Britz

Anfang des 19. Jahrhunderts ließ Johann Carl Jouanne eine dampfbetriebenen Brennerei zur Herstellung von Sprit in einer ehemaligen Stallanlage errichten. Da landwirtschaftliche Erträge nicht mehr ausreichten, folgte er einer weit verbreiteten Tendenz der Industrialisierung alter Gutsanlagen.
Der letzte private Schlossbesitzer, der Spritfabrikant Wilhelm August Julius Wrede unternahm nach 1880 weitere Um- und Neubauten. Ein großer Kuhstall mit neuem Giebel, ersetzte den alten Fachwerkstall, der um 23 Meter zurück verlegt wurde. Dieses neue Gebäude mit dem Schweizer Haus setzte einen freundlichen Akzent in die eher strenge, aber wohl proportionierte Backsteinarchitektur der Gutshofbauten der 1840er Jahre.
Die Familie Wrede verkaufte 1924 das Gut an die Stadt Berlin. Es folgten weitere Umbauten. 1943 wurde das Stadtgut Britz durch mehrere Bombentreffer schwer beschädigt. Der Wiederaufbau der teilweise zerstörten Gebäude des Gutshofes erfolgte ab 1947.

Die Kulturstiftung Schloss Britz betreibt seit 2007 eine robuste Tierhaltung mit historischen Nutztierrassen. So soll der schon fast verloren gegangenen ländlichen Charakter des Gutes wieder hergestellt werden. Kindergruppen sind willkommene Gäste und können im Rahmen pädagogischer Führungen Hintergründe und Fachwissen über die Tierhaltung erfahren.
Das Verwalterhaus wird seit 2008 von der Musikschule Paul-Hindemith-Neukölln genutzt und hat hier auf dem Gutshof einen Schwerpunkt frühkindlicher musikalischer Förderung.
Das Museum Neukölln hat im historischen Pferdestall zwei Etagen bezogen und bietet einen umfangreichen Geschichtsspeicher, die Dauerausstellung 99 X Neukölln und wechselnde Sonderausstellungen.
Der ehemalige Kuhstall wurde von 2010-2011 zu dem heutigen Kulturstall umgebaut und bietet mit seiner hervorragenden Akustik die besten Voraussetzungen für klassische Konzerte. Die am Kulturstall errichtete Freilichtbühne wird vor allem in den Sommermonaten für Konzertveranstaltungen genutzt.
Ein neues Restaurant mit dem Namen „Buchholz – Gutshof Britz“ hat sich im sogenannten Schweizerhaus etabliert.

Schloss Britz Innen

Schloss Britz, Innenansicht, R.Linzke

Führungen
Besichtigungen der Museumsräume mit der Wohnkultur der Gründerzeit
dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr
3 Euro, erm. 2 Euro, Schüler 1 Euro (bis 12 Jahre frei)
Führung zzgl. 3 Euro
Kindergruppen mit Führung je Kind 1 Euro

 

 

Schlosspark und Gutshof:  „Baugeschichtliche und landwirtschaftliche Entwicklung des Gutsensembles“
Führungen: nach Anmeldung 3 Euro

Eintrittskarten

Eintrittskarten für Konzerte oder den Ausstellungsbesuch sind an der Tageskasse im Schloss oder im Vorverkauf dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr erhältlich.
Reservierungen unter 030/609 79 23-0.
Reservierte Karten müssen spätestens 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

Änderungen entnehmen sie bitte der Website.

Schloss Britz
Alt-Britz 73, 12359 Berlin
Tel.: 0 30/60 97 92 30, Fax: (0 30) 609 79 23 39, E-Mail: info@schlossbritz.de
Öffnungszeiten
dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr
und an Feiertagen (Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der deutschen Einheit)
Fahrverbindung: U7 Parchimer Allee, M44 Britzer Damm/Tempelhofer Weg
M46 Fulhamer Allee
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